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Bildungsarbeit ist Beziehungsarbeit - ob analog oder digital

Didacta Verband zu den Plänen einer bundesweit einheitliche Bildungsplattform und Kompetenzzentren

Der Didacta Verband (DV) hat Stellung zu den Plänen des Koalitionsausschusses bezogen, eine bundesweit einheitliche Bildungsplattform zu entwickeln und Kompetenzzentren für digitales Unterrichten zu schaffen. Dabei wies der DV noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die Technik stets der Pädagogik folgen müsse. Eine klare Zieldefinition für die Pädagogik und damit den Content sei notwendig, in deren Zentrum die Verbindung von Curriculum, Inhalten und Menschen stehen müsse eingebunden in eine funktionierende technische Infrastruktur. Zugleich forderte der Verband der Bildungswirtschaft von der Politik, die Expertise und die praktische Erfahrung von kleinen und mittleren Unternehmen zu nutzen, um die Digitalisierung im Bildungssystem nachhaltig zu gestalten.

Die Pläne der Politik wurden am 21. September erneuert, als Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, der Chef des Bundeskanzleramts Helge Braun und die SPD-Vorsitzende Saskia Esken sich mit Kultusminister:innen der Bundesländer trafen, um über Maßnahmen zur Stärkung des Schulsystems in der Corona-Pandemie zu beraten. Im Fokus stand auch dabei die Digitalisierung der Schule. Demnach soll/sollen:

  • die Glasfaser-Internetanbindung für alle Schulen zügig ausgebaut werden;
  • alle Lehrkräfte und - bei Bedarf - auch Kinder mit geeigneten Endgeräten ausgestattet werden, beides aus Mitteln des vom Bund um zweimal 500 Mio. Euro erweiterten Digitalpakts Schule;
  • sich der Bunde an Ausbildung und Finanzierung technischer Administratoren der digitalen Infrastruktur der Schulen in Höhe von 500 Mio. Euro beteiligen;
  • die bereits erwähnten Kompetenzzentren für digitales und digital gestütztes Unterrichten geschaffen werden, die Schulen vor Ort bei Medienkonzepten und digitalen Schulentwicklungsplänen beraten (BMBF und KMK bilden dazu eine Arbeitsgruppe auf Staatssekretärsebene);
  • eine Bildungsplattform schrittweise durch den Bund aufgebaut werden, u.a. zur Vernetzung zwischen den bestehenden Systemen der Länder, mit dem Ziel der Bereitstellung von Bildungsinhalten in allen Bildungsbereichen;
  • qualitativ hochwertige digitale Bildungsmedien, insbesondere Open Educational Resources, und intelligenter tutorieller Systeme entwickelt werden.
    (Quelle: Bundesregierung)
Die Gesprächsteilnehmer:innen verabredeten, sich in diesem Kreis Anfang des Jahres 2021 zu einem weiteren Austausch zu treffen.

Positionen und Lösungsansätze

Lesen Sie die Kurz-Stellungnahme des Didacta Verbandes zu den Plänen einer bundesweiten Bildungsplattform und der Gründung von Bildungskompetenzzentren.

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