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Stellungnahme des Didacta Verbands zur Verabschiedung des DigitalPakts (Schule) 2.0

Fachausschuss didacta DIGITAL | Dezember 2025

Es wird amtlich: Der DigitalPakt Schule 2.0 soll kommen. Bund und Länder haben sich über die Finanzierung geeinigt, und wollen dies auf der Bildungsministerkonferenz am 18.12.2025 offiziell verkünden. Obwohl die finale Bund-Länder-Vereinbarung voraussichtlich erst im kommenden Jahr vorliegen wird, da der Beschluss bei einigen Ländern zunächst noch ins Kabinett muss, ist dies ein wichtiges Signal, das von Schulen und Bildungswirtschaft gleichermaßen erwartet wurde.

Wesentlicher Inhalt des Beschlusses: Fünf Milliarden Euro, die sich Bund und Länder hälftig teilen, werden über eine Laufzeit von fünf Jahren in die Digitalisierung der Schulen investiert. Eine rückwirkende Anrechnung von Projekten, die Anfang dieses Jahres gestartet sind, soll möglich sein.

Allen Akteurinnen und Akteuren im Bereich Schulische Bildung muss jedoch klar sein: Wie erfolgreich die Digitalisierung der Schulen letztendlich ist, zeigt sich darin, ob sie dazu beiträgt, Lehren und Lernen wirkungsvoller zu gestalten. Ermöglicht sie es den Schülerinnen und Schülern, auch digitale Kompetenzen zu erwerben? Die Neuauflage des Digitalpakts muss ebenso der Bedeutung der Künstlichen Intelligenz im Bildungskontext gerecht werden. Diese kann individuelle Lernpfade erstellen, Schülerinnen und Schüler fördern und fordern sowie Lehrkräfte entlasten. Fortbildungen und pädagogische Konzepte zur gezielten Nutzung von KI sind in diesem Kontext dringend notwendig.

Für die beiden Co-Vorsitzenden des Fachausschusses didacta DIGITAL des Didacta Verbands, Kerstin Ciba und Frank Büermann, ist der Digitalpakt Schule 2.0 nur ein weiterer kleiner Schritt auf dem Weg der stetigen Veränderung.
“Wenn der DigitalPakt 2.0 mit Mitteln in der angekündigten Höhe kommt, ist das ein starkes Signal. Als Partner der Schulträger erleben unsere Mitglieder täglich, wie dringend die Kommunen planbare Mittel für die Erneuerung ihrer Geräte und Infrastruktur benötigen. Der DigitalPakt 2.0 sichert die Investitionen der vergangenen Jahre und schafft die Grundlage dafür, dass digitale Lösungen Schulen trotz Lehrkräftemangel spürbar in Verwaltung und Unterricht entlasten.”, so Kerstin Ciba.

„Digitalisierung in Schulen ist und bleibt eine Daueraufgabe. Deshalb braucht es für die Schulträger verlässliche, auskömmliche und vor allem verstetigte Mittel. Eine gesetzliche Beteiligung der Länder oder eine Neuordnung der Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern wären wichtige Schritte, um die erreichten Fortschritte abzusichern und damit die digitale Transformation zum Erfolg zu bringen.“, ergänzt Frank Büermann.

Auch Bildungsforscher Prof. Dr. Olaf Köller betont im Interview auf dem Wiarda Blog: “Digitale Bildung ist eine Daueraufgabe. Der Markt verändert sich schnell, Tools veralten rasch. Man kann nichts einmal einführen und dann zehn Jahre liegen lassen. Es braucht agile, dauerhaft weiterentwickelte Infrastrukturen.”

Auch hier wird deutlich: Unternehmen der Bildungsbranche bieten dauerhafte Lösungen, die sie schon aus wirtschaftlichen Gründen kontinuierlich weiterentwickeln. Dies können öffentliche Einrichtungen oft nicht leisten. Eine Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Praxis und Wirtschaft dagegen bietet viele Vorteile.

Dies stimmt mit unseren bereits im vergangenen Jahr gestellten Forderungen zum DigitalPakt Schule 2.0 überein. Als Verband der Bildungswirtschaft stehen wir als Partner zum Dialog mit Politik und Praxis bereit.

DigitalPakt (Schule) 2.0

Wie wir verstetigte Digitalisierung gemeinsam für gelingende Bildung nutzen sollten

Rückblick April 2024: Der Verband der Bildungswirtschaft veröffentlichte ein Positionspapier des Ausschusses didacta DIGITAL zur Digitalisierung der Schulen. Mit Blick auf das Auslaufen des DigitalPakts (Schule) am 16. Mai 2024 ruft der Didacta Verband dazu auf, zügig eine Verstetigung der Digitalisierung zu schaffen und damit die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland zu stärken.

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