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Forum didacta aktuell 2019

Halle 8, B51

Dienstag, 19. Februar 2019

12:00 - 12:45 Uhr
Gemeinsam für gute Bildung: Was Auslands- und Inlandsschulen voneinander lernen können
An weltweit 140 Deutschen Auslandsschulen und rund 1.100 Sprachdiplomschulen wird über deutschsprachige Unterrichtsangebote eine nachhaltige Deutschlandbindung erzeugt. Zahlreiche Absolventinnen und Absolventen dieser Schulen verbringen einen Teil ihrer Bildungsbiographie in Deutschland oder in einem deutschsprachigen Kontext. Auch die aus Deutschland vermittelten Lehrkräfte sorgen für einen interkulturellen Kompetenzaustausch zwischen Inland und Ausland. Wie beeinflussen die Auslandsschulen die Bildungslandschaft in den jeweiligen Sitzländern und was kann das deutsche Bildungssystem von den Auslandsschulen lernen? Ein Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des Auswärtigen Amts, der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, der Kultusministerkonferenz sowie Alumni und Praktiker von Auslandsschulen.
Teilnehmer*innen: Michael Wittig, Auswärtiges Amt, Heike Toledo, Leiterin, Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, Dorothée Bauni, Ministerium für Bildung Rheinland Pfalz, Dr. Rolf Willaredt, ehem. DSD-Fachberater Rumänien, jetzt DSD I - Koordinator in  Nordrhein-Westfalen und Yelena Denissenko, DSD-Alumna aus Kasachstan. Moderation: Michael Brocker, WDR
Eine Veranstaltung der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

13:00 - 13:45 Uhr
Wie kann die Wirtschaftspolitik die Bildungsbranche stärken?
Eine im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie aktuell erstellte Studie zeigt, dass die Bildungsbranche ein wichtiger Wirtschafts- und Arbeitsmotor am Standort Deutschland ist: Im Jahr 2017 erwirtschaftete die Bildungsbranche 133 Milliarden Euro und damit  knapp 5 Prozent der deutschen Bruttowertschöpfung – mit rund 2,5 Millionen Erwerbstätigen. Die Studie zeigt aber auch, dass die Chancen, die sich durch dynamische Auslandsmärkte und Digitalisierung bieten, von deutschen Anbietern nicht ausreichend genutzt werden. Welche Weichen müssen seitens der Wirtschaftspolitik gestellt werden, damit deutsche Bildungsanbieter im Ausland erfolgreich auftreten können? Wovon hängt es ab, ob deutsche Anbieter digitale Lerninhalte und Lernformate erfolgreich im In- und Ausland platzieren? Welche speziellen Bedürfnisse haben Start-ups im Edtech-Bereich? Hierüber diskutieren Tobias Himmerich, EDUvation GmbH, Dr. Theodor Niehaus, Festo Didactic SE, Dr. Dennis A. Ostwald, Geschäftsführer WifOR (Auftragnehmer der Studie) und Boris Petschulat, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie - gerne auch mit Ihnen. Moderation: Jan Hofer, Journalist
Eine Veranstaltung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Didacta Verbands der Bildungswirtschaft

14:00 - 14:45 Uhr
Vom Kita-Qualitätsentwicklungsgesetz zum Gute-Kita-Gesetz – wird jetzt alles gut in Kitas?
Nach jahrelangen Verhandlungen ist das Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung in Kraft getreten. Ist das Gesetz ein Meilenstein auf dem Weg zu einer guten Qualität in Kitas – oder nur der Kiesel, der eine längst notwendige Entwicklung ins Rollen bringen soll? Wie gut ist das Gesetz und was kann es leisten? Was muss darüber hinaus geschehen, um tatsächlich eine nachhaltige Qualitätssteigerung in der frühen Bildung zu gewährleisten? Diskutieren Sie zusammen mit Dagmar Friedrich, Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis, Didacta Verband der Bildungswirtschaft und Norbert Hocke, Aufsichtsrat Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH. Moderation: Sonja Ritter, Didacta Ausstellungs- und Verlagsgesellschaft mbH
Eine Veranstaltung des Didacta Verbands der Bildungswirtschaft

15:00 - 16:45 Uhr
Preisverleihung: Schulbuch des Jahres
Seit 2012 vergibt das Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI) den Preis „Schulbuch des Jahres“. Das Institut zeichnet damit gemeinsam mit seinen Partnern, der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und dem Didacta Verband, Herausgeber*innen und Autor*innen für die Entwicklung und Umsetzung innovativer Schulbuchkonzepte aus. Die Auszeichnung steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz.
In drei Kategorien wird je ein Titel gewürdigt, der die Anforderungen an ein zeitgemäßes Lehrwerk erfüllt, Mut zu inhaltlichen, didaktisch-methodischen sowie gestalterischen Innovationen zeigt und die Herausforderungen von Bildungsstandards und kompetenzorientiertem Lernen aufnimmt. Im dreijährigen Turnus richtet sich die Ausschreibung an Lehrwerke der Grundschule, der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe II. Die Sieger werden in einem zweistufigen Auswahlverfahren ermittelt, an dem Expert*innen aus Wissenschaft und Schulpraxis beteiligt sind.
Auf der didacta 2019 werden Schulbücher in den Kategorien Sprachen, Gesellschaft und MINT für die Sekundarstufe II ausgezeichnet.
Eine Veranstaltung des Georg-Eckert-Instituts – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI)

Mit dem Projekt Fußball trifft Kultur fördert die LitCam die Lernmotivation der Kinder.

Bildungsbotschafter: LitCam

Die LitCam setzt sich intensiv für Bildungsgerechtigkeit und Integration ein. Dafür wird die gemeinnützige Gesellschaft am 20.02.2019 um 13 Uhr als didacta-Bildungsbotschafter 2019 geehrt.

Litcam

Mittwoch, 20. Februar 2019

11:00 - 11:45 Uhr
Wie soll sich Wirtschaft in der Schule engagieren?
Das Engagement der Wirtschaft in der Schule löst immer wieder Kontroversen aus. Wie eng dürfen Schulen und Betriebe kooperieren? Nur mit Unternehmenskooperationen sind eine praxisnahe Berufsorientierung und ökonomische Bildung möglich. Der Wirtschaft wird vorgeworfen, mit ihren Angeboten in die Schule eindringen und sie manipulieren zu wollen. In welchem Maße ökonomische Bildung in der Schule vermittelt werden soll, bleibt umstritten.
Das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT bringt Schulen und Betriebe zusammen. Es lehnt Werbung ausdrücklich ab und anerkennt den Beutelsbacher Konsens. Was stimmt nun – sinnvolle Zusammenarbeit oder illegitime Beeinflussung? Wie lässt sich die Augenhöhe bei Kooperationen sicherstellen? Wie sehen die Lehrkräfte die Angebote der Wirtschaft? Was brauchen die Schülerinnen und Schüler eigentlich?
Beteiligen Sie sich an der Diskussion über die richtige Art und Weise der Kooperation von Schule und Wirtschaft mit Gisela Mendritzki, Schulleiterin Albert-Schweitzer-Realschule plus, Mayen, Dr. Hans Jürgen Metternich, Evonik Industries AG, Vorsitzender SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland, Mathias Richter, Staatssekretär Kultusministerium Nordrhein-Westfalen und Marlis Tepe, Vorsitzende Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Moderation: Jan Martin Wiarda 
Eine Veranstaltung der BDA I DIE ARBEITGEBER

12:00 - 12:45 Uhr
Orientierung in der digitalen Welt – warum Kinder Werte brauchen
Bayerns Staatsminister für Unterricht und Kultus Prof. Dr. Michael Piazolo im Gespräch mit Didacta-Präsident Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis
Werte sind Basis und Orientierungshilfe für ein gutes Miteinander. Sie strukturieren das Leben der Kinder und helfen ihnen, das Leben um sie herum zu verstehen.
Werte vorzuleben, ist vor allem Aufgabe der Eltern, deren Vorbildfunktion unverzichtbar ist. Doch auch Kitas und Schulen sind gefordert. Sie können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Werte wie Demokratieverständnis, Solidarität, Meinungsfreiheit und wertschätzenden Umgang mit Diversität zu vermitteln. Die Digitalisierung stellt die Pädagogen in diesem Zusammenhang vor neue Herausforderungen: Erweiterte Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten beeinflussen das (Zusammen-)Leben der Kinder massiv und verlangen nach einer ständigen Reflektion der eigenen Werte. Wie sich Kitas und Schulen dieser Aufgabe stellen können und welche Werte und Kompetenzen das Leben in der digitalen Welt prägen, darüber diskutieren Bayerns Staatsminister für Unterricht und Kultus Prof. Dr. Michael Piazolo und Didacta-Präsident Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis – gerne auch mit Ihnen. Fragen aus dem Publikum sind jederzeit erwünscht.
Eine Veranstaltung des Didacta Verbands der Bildungswirtschaft

13:00 - 13:45 Uhr
Ehrung des didacta Bildungsbotschafters 2019: LitCam
Sich für Bildung stark machen – dieses Ziel teilen zahlreiche engagierte Menschen. Persönlichkeiten und Organisationen des öffentlichen Lebens, die sich vorbildlich für Bildung, Kinder und Jugendliche einsetzen, zeichnet der Didacta Verband seit 2007 als „didacta Bildungsbotschafter“ aus.
Preisträger in diesem Jahr ist die Literacy Campaign, kurz LitCam. Die gemeinnützige Gesellschaft setzt sich intensiv für Bildungsgerechtigkeit und Integration ein. Gerade Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen und sozial schwachen Familien möchte die LitCam zu besseren Startchancen verhelfen.
Besonders erfolgreich gelingt ihr dies in dem bundesweiten Projekt „Fußball trifft Kultur“: Durch eine Kombination aus Fußballtraining, Förderunterricht und kulturellen Aktivitäten wird das soziale und kommunikative Verhalten der Kinder verbessert, ihre Motivation zum Lernen gestärkt und ihr Interesse für kulturelle Themen geweckt. Die Begeisterung für Fußball dient den Kindern dabei als Antrieb. „Fußball trifft Kultur“ ist mittlerweile an 27 Standorten in ganz Deutschland aktiv. Zahlreiche Bundesligaclubs wie der 1. FC Köln, Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt unterstützen das Projekt. Seit 2012 ist die DFL Stiftung bundesweiter Kooperationspartner.
Zusammen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Frankfurter Buchmesse startete die LitCam 2015 die Initiative „Bücher sagen Willkommen“, welche Flüchtlingen einen einfachen Zugang zu Lern- und Lesematerialien ermöglicht. Seitdem wurden 42 Lern- und Leseecken in oder in der Nähe von Flüchtlingsunterkünften eingerichtet und so mehr als 17.000 Flüchtlinge erreicht. Mittlerweile werden auch Schulen mit einem hohen Anteil von Flüchtlingskindern mit Lern- und Lese-Ecken ausgestattet.
Zugleich nimmt die LitCam auch die Fach- und Lehrkräfte in den Blick. Für die Pädagogen veranstaltet sie jährlich im Rahmen der Frankfurter Buchmesse Fortbildungskongresse und Fachkonferenzen.
Moderation: Dr. Matthias Degen, Journalist
Eine Veranstaltung des Didacta Verbands der Bildungswirtschaft

14:00 - 14:45 Uhr
Gegen Klischees in Schulbüchern 
Schulbücher können durch falsche oder unvollständige Darstellungen gesellschaftlicher Gruppen Diskriminierung, ethnische Spannungen und sogar gewaltbereiten Extremismus schüren und die Entstehung von negativen Stereotypen begünstigen. Die UNESCO und das Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung haben daher Leitlinien erarbeitet, wie die Themen Religion, Gender und Kultur in Schulbüchern abgebildet werden können, um gegenseitigen Respekt und gesellschaftliche Aussöhnung zu fördern.
Die drei thematischen Schwerpunkte Religion, Gender und Kultur zählen zu den wichtigsten und potentiell brisantesten Themen, die zur Entstehung von Stereotypen führen können und deswegen einer ausführlichen Auseinandersetzung bedürfen. Der Leitfaden richtet sich hauptsächlich an Verfasser*innen von Schulbüchern sowie an Lehrkräfte. Darüber hinaus könnte er sich jedoch auch für Verlage, politische Bildungsakteure und alle an der Ausbildung von Lehrkräften Beteiligten als hilfreich erweisen.
Teilnehmer*innen: Christoph Pienkoß, Verband Bildungsmedien e.V. und Prof. Dr. Riem Spielhaus, Georg-Eckert-Institut und Georg-August-Universität Göttingen.
Eine Veranstaltung des Georg-Eckert-Instituts – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI)

15:00 - 15:45 Uhr
Wenn Kitas über sich hinauswachsen: lokale Bündnisse für frühe Bildung
Gute frühe Bildung in Kitas, Horten und der Kindertagespflege gelingt, wenn alle Beteiligten vor Ort gemeinsam Verantwortung übernehmen. Was einfach klingt, ist in der Praxis oft mit vielen Herausforderungen verbunden: Wer geht den ersten Schritt? Wie findet man die richtigen Partner? Wer koordiniert die Zusammenarbeit? Wie wird aus Mehraufwand ein Mehrwert? Diese und weitere Fragen diskutiert die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) bei einem Podiumsgespräch mit einem lokalen Bündnis, das 2018 mit dem Deutschen Kita-Preis ausgezeichnet wurde. Lassen Sie sich inspirieren von Ideen, Geschichten und Erfahrungen aus Theorie und Praxis.
Teilnehmer*innen: Dieter Assel, Leiter des Kompetenzzentrums Bildung in Weiterstadt, Sabine Jäger, Koordinatorin Familienzentren in der Stadt Herne, Marianne Ludwig-Rosenstock, Leitung des ev. Stephanus Kindergarten Holsterhausen; Bündnispartnerin Stadt Herne und Svenja Butzmühlen, Regionale Programmleitung Köln, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung.
Moderation: Stefan Clotz
Eine Veranstaltung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS)

16:00 - 16:45 Uhr
Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)  am Beispiel der Biodiversität und der Globalen Gerechtigkeit – Was hat das mit mir zu tun?
Die Bedeutung von Schulen, Schullandheimen und außerschulischen Lernorten für den Aufbau von Kompetenzen für nachhaltiges Handeln
Das UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (2015-2019) verfolgt 17 Ziele, darunter das Ziel „inklusive, gerechte und hochwertige Bildung zu gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle zu fördern“.  Dabei geht es um weit mehr als nur um schulische Wissensvermittlung. Der Nationale Aktionsplan BNE verdeutlicht die Möglichkeiten und Chancen sowie die Folgen einer Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt. Der Verband Deutscher Schullandheime trägt im Rahmen von Projektwochen dazu bei, dass aus Faktenwissen auch Kompetenzen ausgebildet oder weiterentwickelt werden.
Über Möglichkeiten, wie beispielsweise soziale Kompetenz und verantwortliches Handeln gestärkt werden können, diskutieren: Ulf Bödeker, Bildungsministerium NRW, Heiko Frost, Verband Deutscher Schullandheime e.V., Prof. Dr. Gerhard de Haan, Freie Universität Berlin, Roland Krämer, Staatssekretär Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes, Prof. Dr. Ute Stoltenberg, Leuphana Universität Lüneburg und Dr. Helmut Wolf, Leiter der Pädagogischen Arbeitsstelle des Verbands Deutscher Schullandheime. Moderation: Benjamin Krohn, Verband Deutscher Schullandheime
Eine Veranstaltung des Verbands Deutscher Schullandheime und des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz Saarland

Dr. Eckart von Hirschhausen

Gemeinsam leben lernen

Dr. Eckart von Hirschhausen live auf der didacta am 21.02.2019 um 12 Uhr.

Gemeinsam leben lernen

Donnerstag, 21. Februar 2019

10:30 - 11:45 Uhr
Hochschulen auf der didacta: 
Digitalisierung und Datenschutz – Lösungsansätze und Problemfelder
Die Digitalisierung verändert das Leben in der Hochschule: Bildung kann gerechter und individueller werden, Freiräume für forschendes Lernen können entstehen, die Mobilität von Studierenden kann durch digitale Angebote gefördert werden, Studierende im Ausland können angesprochen werden, es können unterschiedliche Kommunikationswege zwischen Lehrenden und Lernenden gewählt werden.
Hochschulen haben die vielseitigen Facetten der Digitalisierung erkannt und entwickeln – quasi als Anker – eine definierte Strategie zu Digitalisierungsprozessen und Kommunikationsstrategien, um ihre eigenen Ziele klarzumachen und um im Wettbewerb mit anderen zukunftsweisend zu sein.
Grenzen der Digitalisierung sind neben den finanziellen Möglichkeiten auch Fragen des Datenschutzes und der Akzeptanz neuer digitaler Angebote, z.B. zur Verbesserung der Hochschullehre sowohl bei Lehrenden als auch bei Lernenden.
Über Lösungsansätze und Problemfelder auf dem Weg zu mehr Digitalisierung in den Hochschulen diskutieren Prof. Dr. Isabel van Ackeren, Universität Duisburg-Essen, Dirk Allhoff, LWL-Medienzentrum für Westfalen, Dr. Alexander Classen, Digitale Hochschule NRW und Mirja Matysiak, Kaiserin-Augusta-Schule Köln. Moderation: Birgit Ufermann, Deutscher Hochschulverband
Die Veranstaltung nimmt auch den Übergang von der Schule in die Hochschule in den Blick und beleuchtet die Forderung nach mehr Digitalisierung im Zwiespalt zwischen Realisierbarkeit und pädagogischem Anspruch.
Eine Veranstaltung des Didacta Verbands der Bildungswirtschaft

12:00 - 12:45
Dr. Eckart von Hirschhausen live: Gemeinsam leben lernen
„Meine Stiftung HUMOR HILFT HEILEN hat zum Ziel, die wissenschaftlich revolutionären Ideen der positiven Psychologie in die Anwendung zu bringen. Im Gesundheitswesen und in der Bildung, denn die Gesundheit folgt der Bildung. Und deshalb sind für mich Lehrer mindestens so wichtig wie Ärzte. Jeder Lehrer, der einem jungen Menschen beibringt, neugierig zu bleiben, Freude mit sich und in Gemeinschaft zu haben, ein positives Verhältnis zu seinem Körper aufzubauen, zu singen, zu tanzen und mit Rückschlägen umzugehen hat für dessen Gesundheit unendlich viel beigetragen. Jeder Schüler, der nicht mit dem Rauchen anfängt, weil er positive Vorbilder und ein starkes Selbstwertgefühl, hat zehn extra gesunde Lebensjahre vor sich. So einen Effekt hat keine Tablette, keine Operation, kein ärztliches Handeln. Deshalb bin ich auch Schirmherr für „Klasse 2000“ und „Be smart-don´t start“ und für die älteren Schüler mit der Bundesligastiftung auch aktiv für „Lernort Stadion“. Und, HUMOR HILFT HEILEN hat die Entwicklung des Materials von „GEMEINSAM LEBEN LERNEN“ finanziert, das für die Klassen 1 bis 6 für die Lehrerstunden Anregungen für das soziale Lernen mit sehr viel spielerischen Impulsen kombiniert. Auf der Homepage www.humor-hilft-heilen.de lesen Sie mehr darüber, aber am besten lassen Sie sich live inspirieren und kommen mit den Initiatoren direkt in Kontakt!“
Dr. Eckart von Hirschhausen ist Arzt, Autor, Kabarettist und Gründer der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN
Eine Veranstaltung der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN und des Didacta Verbands der Bildungswirtschaft
 
13:00 - 13:45 Uhr
Klimawandel ist mehr als Hitzefrei
Vortrag des Klimaexperten Sven Plöger
Mit dem Sommer 2018 verbinden viele Schülerinnen und Schüler angenehme Erinnerungen: Rekordtemperaturen, Sonnenschein und Hitzefrei.
Gleichzeitig erstaunte und verunsicherte uns aber auch, dass fast gar kein Regen mehr fiel, und die Landwirte klagten zu Recht über Dürre und Ernteausfälle. Währenddessen litten in anderen Regionen der Erde  Millionen Menschen an den Folgen von Überschwemmungen oder schweren Stürmen.
Was müssen Schülerinnen und Schüler über den Klimawandel wissen? Wie können Lehrerinnen und Lehrer ihnen dieses komplexe Zukunftsthema ideologiefrei und an ihrer Lebenswirklichkeit orientiert vermitteln?
Fragen, mit denen sich auch der Diplom-Meteorologe Sven Plöger beschäftigt. Der bekannte TV-Experte kennt nicht nur die naturwissenschaftlichen Vorgänge rund um die Themen Wetter und Klima, er kann sie auch verständlich und humorvoll der Öffentlichkeit näher bringen.
Eine Veranstaltung des Didacta Verbands der Bildungswirtschaft

14:00 - 14:45 Uhr
Schule hat eine Seele
Einen großen Teil ihrer Lebenszeit verbringen viele Menschen in der Schule. Dort geht es um Unterricht und das Erreichen von Bildungszielen. Aber Schule weist darüber hinaus. Schule hat eine Seele. Schule ist auch Lebensraum. Schülerinnen und Schüler können dort erfahren, in Achtung miteinander friedlich umzugehen. Dazu brauchen sie eine Vorstellung von sich und ihrer Lebensgeschichte. Das kann ihnen ein eigenverantwortliches und sinnhaftes Sein in unserer  pluralistischen Gesellschaft ermöglichen. Dazu leistet Kirche als Partner einen wichtigen Beitrag mit eigenen Schulen, im Religionsunterricht, im Schulgottesdienst, in der Schulseelsorge und in Schulpastoral und auch in der Kinder- und Jugendarbeit.
Teilnehmer und Teilnehmerinnen: Pfarrer Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Sozialpfarrer Franz Meurer, Pfarrer in Köln-Höhenberg und Köln-Vingst und Gabriele Vogt, Leiterin der Bischöflichen Maria-Montessori-Gesamtschule in Krefeld. Moderation: Daniel Schneider, Journalist und Theologe, u.a. beim WDR
Eine Veranstaltung des Projekts Kirche auf der Bildungsmesse

15:00 - 15:45 Uhr
Bildung braucht digitale Kompetenz – was zeichnet einen kindgerechten Umgang mit digitalen Medien aus?
Kinder wachsen in einer medialen und sich technologisch rasant wandelnden Welt auf. Medien und neue Technologien können deshalb nicht mehr ignoriert werden. Die Aufgabe besteht darin, Kinder von Anfang an in ihrer Medien- und Technologiekompetenz zu stärken. Frühpädagogik, Wissenschaft, Praxis und Bildungswirtschaft haben die gemeinsame Herausforderung, dies zu bewältigen. Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration hat diese Herausforderung zusammen mit dem Didacta Verband angenommen. Vier Publikationen sind entstanden, die einen Überblick über den Diskussionsstand geben und wertvolle Hinweise für den kindgerechten Umgang mit digitalen Technologien. Auf dem Forum werden sie vorgestellt. Diskutieren Sie zusammen mit Dr. Dagmar Berwanger, Staatsinstitut für Frühpädagogik, Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis, Didacta Verband der Bildungswirtschaft und Prof. Dr. Julia Knopf, Universität des Saarlandes. Moderation: Sonja Ritter, Didacta Ausstellungs- und Verlagsgesellschaft mbH
Eine Veranstaltung des Didacta Verbands der Bildungswirtschaft
 
16:00 - 16:45 Uhr
Diversität und Inklusion: Umgang mit heterogenen Lerngruppen – ein multiperspektivischer Einblick in den Unterricht an Auslandschulen
Lehrerinnen und Lehrer arbeiten zunehmend in sozial, kulturell und sprachlich heterogenen Klassen. Hierdurch kommt Lehrkräften nicht nur eine Schlüsselrolle für die Vermittlung weltoffener Einstellungen und die Förderung aller Schülerinnen und Schüler zu, sie stehen zudem in didaktisch-methodischer Hinsicht vor einer großen Herausforderung: Ihnen obliegt es, die Vielfältigkeit der Schülerinnen und Schüler mit dem Ziel eines Lernzuwachses zu nutzen.
Gut funktionierende Beispiele gibt es in Deutschland bislang noch wenige, ganz im Gegensatz zu anderen (außer-) europäischen Ländern, für die der schulische Umgang mit sprachlicher, körperlicher, geistiger, kultureller etc. Unterschiedlichkeit, schon eine lange Tradition hat. Anders als in Deutschland wurden in Italien z.B. die Sonderschulen schon vor 37 Jahren abgeschafft; seitdem herrscht strikte Inklusion. In Frankreich verpflichtete ein Gesetz aus dem Jahr 2005 alle schulischen Einrichtungen zur Aufnahme von behinderten Menschen "ohne Diskriminierung", in Kanada und USA gehört sprachsensibler Unterricht in Klassen mit hohem Migrantenanteil schon seit längerem zum Tagesgeschäft.
Sind die an den internationalen Schulen ergriffenen Maßnahmen in diesen Bereichen auf das deutsche Schulwesen übertragbar? Diskussion mit Nuran Ceylan und Zoe Fuchs, Lehramtsstudentinnen der Goethe-Universität Frankfurt, Prof. Dr. Daniela Elsner, Goethe-Universität Frankfurt, Institut für England- und Amerikastudien und Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL), Barbara Noeske, Goethe Universität Frankfurt Hessische Lehrkräfteakademie und Ira Marsch, Alexander von Humboldt Schule - Colegio Alemán Alexander von Humboldt, Mexiko City. Moderation: Andreas Hänssig, Goethe-Universität Frankfurt, Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL)
Eine Veranstaltung der Goethe-Universität Frankfurt und des Didacta Verbands der Bildungswirtschaft

Sven Plöger

Klimawandel ist mehr als hitzefrei

Klimaexperte Sven Plöger live auf der didacta am 21.02.2019 um 13 Uhr.

Sven Plöger

Freitag, 22. Februar 2019
 
11:00 - 11:45 Uhr
Digitalisierung braucht Gestaltung – Bildung für nachhaltige Entwicklung in einer digitalen Welt
Eine digitalisierte Welt fordert traditionelle Formen und Methoden des Lehrens und Lernens heraus. Sie eröffnet uns neue, kreative Möglichkeiten individuell und kollaborativ zu lernen. Zugleich birgt die zunehmende Digitalisierung vieler Lebensbereiche auch potentielle Gefahren und macht es erforderlich, dass Lernende relevante Kompetenzen für eine digitalisierte Welt erwerben können.
Wie wollen wir Digitalisierung gestalten, mit welchen Zielen verbinden und an welchen Werten ausrichten? Welche Chancen bieten digitale Lernmethoden für eine nachhaltige Entwicklung? Redende und Teilnehmende des Forums diskutieren, welchen Herausforderungen sich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in einer digitalisierten Welt gegenübersieht? Anhand guter Praxis wird diskutiert, welche Möglichkeiten BNE bietet, um Lernenden das nötige Rüstzeug und Kompetenzen für die Gestaltung einer digitalen, nachhaltigen Gesellschaft mitzugeben.
Teilnehmer*innen: Johannes Domnick, BNE-Referent, Stiftung Bildung und Mitglied im Fachforum Schule der Nationalen Plattform BNE, Nicola Fürst-Schumacher, Abteilungsleiterin, Schulische Bildung, Engagement Global gGmbH und Jan Neumann, Leiter Recht und Organisation, Hochschulbibliothekszentrum Nordrhein-Westfalen. Moderation: Minister a.D. Walter Hirche, Internationaler Berater der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung und Vorsitzender des Fachausschusses Bildung der Deutschen UNESCO-Kommission
Eine Veranstaltung der Deutschen UNESCO-Kommission

12:00 - 12:45 Uhr
„Soziales Lernen: Mit Kopf, Herz und Daumen“
 Kabarettist Rainer Schmidt über Inklusion und Lions-Quest
„Unsere Schulen müssen die Kunst des Zusammenlernens von sehr verschiedenen Menschen einüben“, sagt Rainer Schmidt. Schmidt war viele Jahre Dozent am pädagogisch-theologischen Institut in Bonn, ist mehrfacher Medaillengewinner bei den Paralympics und mit seinem Kabarettprogramm „Däumchen drehen“ on tour. Inklusion ist die Chance für Kinder und Lehrer*innen, Lernen als Glück zu erleben. Dafür braucht es Schlüsselkompetenzen, wie sie beim Lebenskompetenzprogramm Lions-Quest vermittelt werden.
Lions-Quest ist das Lebenskompetenzprogramm zur Stärkung der psychischen Widerstandfähigkeit (Resilienz) und zur positiven Persönlichkeitsentwicklung bei Kindern und Jugendlichen von 10 bis 21 Jahren in Deutschland. Das Präventionsprogramm richtet sich als bundesweit von allen Kultusministerien anerkannte Fortbildung an Lehrerinnen und Lehrer. Es wirkt sich positiv auf soziale, emotionale und kommunikative Kompetenzen aus und fördert Demokratieverständnis, interkulturelle Kompetenz und Inklusion.
Moderation: Gerhard Leon, Lions-Quest
Eine Veranstaltung des Hilfswerks der Deutschen Lions e.V.

13:00 - 13:45 Uhr
Das Ende der „Kreidezeit“ – Digitale Medien als Mittel zur Teilhabe
In den Förderschulen der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe unterstützen moderne technische Hilfsmittel, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderung selbstbestimmt lernen und aktiv an Bildungsprozessen teilhaben können. Ein eindrucksvolles Beispiel dieser sogenannten „Assistiven Technologien“ sind z. B. Sprachcomputer, die per Joystick oder auch mittels Augensteuerung bedient werden. Sie können sowohl zum „Small Talk“ als auch zur Beteiligung am Unterricht genutzt werden.
Die Schwerpunkte des Fachforums: Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit dem Unterstützungsbedarf Hören und Kommunikation (Gebärdensprach-Avatar), Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit dem Unterstützungsbedarf Sehen, Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit dem Unterstützungsbedarf Körperliche und motorische Entwicklung
Eine Veranstaltung des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) und des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL)

14:00 - 14:45 Uhr
inklusion.de – Wie kann konkrete Unterstützung für Pädagogen und Lehrkräfte aussehen?
Wie lässt sich Inklusion im Alltag umsetzen? Wie kann gemeinsames Leben und Lernen an Bildungsorten wie der Schule, im Ganztag und auch in der Freizeit gut gelingen? Die Antworten hierauf sind so vielfältig wie die Menschen, die gute inklusive Konzepte in ihrer täglichen pädagogischen Arbeit mit Leben füllen. Einige besonders erfahrene Fachleute bringt die Aktion Mensch auf die didacta-Bühne: Im Austausch mit dem Publikum sprechen Expertinnen und Praktiker über ihre Erfahrungen und wichtige Gelingensbedingungen von Inklusion sowie über Motivationen und die notwendige Haltung – und sie zeigen, welchen Beitrag inklusion.de, das neue Service-Angebot der Aktion Mensch bei den ersten Schritten hin zu inklusiver Bildung leisten kann.
Mit inklusion.de unterstützt die Aktion Mensch Pädagoginnen und Pädagogen ebenso wie Lehrkräfte darin, sich mit inklusiver Bildung auf den Weg zu machen. Dieses neue Service-Angebot im Internet enthält gelungene Beispiele aus der Praxis und bietet vielfältige Informationen sowie Impulse und didaktische Materialien für die Umsetzung vor Ort.
Teilnehmer*innen: Bernd Kochanek, Vorstand Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen NRW, Dortmund, Sabine Kreutzer, Schulleiterin Marie-Kahle-Gesamtschule in Bonn (angefragt), Prof. Dr. Jutta Schöler, Hochschullehrerin i.R. für Erziehungswissenschaft, Berlin. Moderation: Christina Marx, Leiterin Aufklärung bei der Aktion Mensch in Bonn
Eine Veranstaltung des Aktion Mensch e.V.

15:00 - 15:45 Uhr
Demokratie stärken! Wie Medien und Schule ihrem Auftrag gerecht werden können
Gesprächsrunde mit Elmar Theveßen, Stellvertretender Chefredakteur des ZDF
„Weltweit gerät das westlich-liberale Demokratiemodell unter Druck“, warnte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Willy-Brandt-Rede 2018. Mit Blick auf Deutschland sagte er: „Die gesellschaftlichen Fliehkräfte in unserem Land sind in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen – die Gegensätze schroffer, die Mauern höher, der Ton schärfer geworden.“ Die offene liberale Gesellschaft stecke voller Widersprüche, Konflikte und Zumutungen. „Sie muss das aushalten und aushandeln können“, so der Bundespräsident.
Doch wie handelt man etwas aus, wenn Dialogbereitschaft und Konsensorientierung in der Gesellschaft abnehmen? Wenn Fakten im öffentlichen Diskurs immer häufiger in Frage gestellt werden und Polarisierung und Repressionen zunehmen?
Fragen, mit denen sich auch Lehrerinnen und Lehrer intensiv auseinandersetzen müssen, denn sie sollen junge Menschen dazu befähigen, sich in der modernen Gesellschaft zu orientieren und politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Fragen und Probleme kompetent zu beurteilen.
Experte auf diesem Gebiet ist Elmar Theveßen, der Stellvertretende Chefredakteur des ZDF. Die Medien haben den Auftrag, politische Beteiligung zu ermöglichen, und stehen im Kampf gegen Lügen und Desinformation an vorderster Front. Zugleich haben sie großen Einfluss auf die öffentliche Meinung. Über diese Verantwortung, über Herausforderungen für die offene Gesellschaft und darüber, wie Medien und Schule demokratische Werte stärken können, tauscht sich Elmar Theveßen im Gespräch mit Eric Lindner, Lehrer an der Weibelfeldschule in Dreieich und Jakob Hubert, Oberstufenschüler an der Weibelfeldschule in Dreieich aus. Fragen aus dem Publikum sind unbedingt erwünscht.
Moderation: Dr. Matthias Degen, Journalist
Eine Veranstaltung des Didacta Verbands der Bildungswirtschaft

16:00 - 16:45 Uhr
Was braucht Schule für das 21. Jahrhundert?
Schule hat es schwer! Mit Methoden und Lehrplänen von gestern soll sie Schülerinnen und Schüler auf die Welt von morgen vorbereiten. Aber in der heutigen Wissensgesellschaft mit ihren neuen Jobs und Technologien sind Kreativität, Entrepreneurship und Offenheit für Neues gefragt, und nicht Lernen am Fließband. Wie kann sich Schule auf diese Herausforderung einstellen? Was brauchen Lehrerinnen und Lehrer, um diese Aufgaben zu bewältigen? Andreas Schleicher, PISA-Initiator und OECD-Bildungsforscher, hat in Bildungsprojekten auf der ganzen Welt – manchmal überraschende – Antworten auf diese Fragen gefunden. Auf der didacta spricht er mit Prof. Dr. Hans Anand Pant (Humboldt- Universität Berlin und Geschäftsführer Deutsche Schulakademie) über innovative Pädagogik, Lernniveaus, die Individualisierung des Lernens und die größte Herausforderung für das System Schule: den Übergang ins 21. Jahrhundert. Moderation: Jan Hofer, Journalist
Andreas Schleichers Buch „Weltklasse: Schule für das 21. Jahrhundert gestalten“ erscheint am 15.  Februar 2019 bei wbv Publikation (Bielefeld).
Eine Veranstaltung von wbv Media

Elmar Theveßen

Demokratie stärken! 

Elmar Theveßen, stellvertretender Chefredakteur des ZDF, live auf der didacta am 22.02.2019 um 15 Uhr.

Elmar Theveßen

Samstag, 23. Februar 2019

11:00 - 11:45 Uhr
Interaktion als Gefährdung – Warum Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene neue Ansätze im Jugendmedienschutz brauchen? 
Schulhof und Kinderzimmer sind Orte digitalisierten Lebens. Hier wird sich mit und über digitale Medien informiert, amüsiert und kommuniziert. Mit der Nutzung interaktiver, oft nicht kindgerechter Angebote steigt jedoch das Risiko, dass Kinder und Jugendliche Gefährdungen wie beispielsweise Cybermobbing, sexuelle Belästigung oder Anleitungen zur Selbstgefährdung ausgesetzt sind. Gleichzeitig fehlt es bei Eltern oder Lehrkräften an Grundlagenwissen, um die Kinder adäquat zu begleiten. Ein zeitgemäßer Jugendmedienschutz braucht deshalb mehr als Schutz. Er muss ebenso befähigen und beteiligen. Experten aus den Bereichen Bildung und Jugendmedienschutz diskutieren, was ein Perspektivwechsel „Vom Kind aus denken“ für die Ausgestaltung des Jugendmedienschutzes bewirken könnte, was konkret moderner Jugendmedienschutz leisten sollte und wie alle dabei mitgenommen werden können. Teilnehmer*innen: Birgit Kimmel, klicksafe, Susanne Philipp, Elterntalk NRW, Nina Pirk, Nummer gegen Kummer e.V. und Thomas Salzmann, BPjM. Moderation: Jutta Croll, Stiftung Digitale Chancen
Eine Veranstaltung der Stiftung Digitale Chancen

12:00 - 12:45 Uhr
Die Bedeutung digitaler Beziehungskompetenz
Digitale Medien verändern die Kommunikation und das Gefühlsleben von Kindern und Jugendlichen grundlegend. Wir zeigen, warum das Vermitteln digitaler Beziehungskompetenz im (lehr-)pädagogischen Alltag so wichtig ist und wie sie gelingen kann.
Die Vermittlung digitaler Beziehungskompetenz ist auch ein wichtiger Baustein für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt. Nie war der Zugang von Tätern und Täterinnen zu Kindern so direkt und nie in der Geschichte war der Umgang Jugendlicher untereinander derart freizügig und pornografisch wie heute.
Digitale Medien stellen nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern vor allem auch diejenigen, die ihnen beistehen wollen, vor neue Herausforderungen.
Teilnehmer*innen: Catharina Beuster, M.A. in Erwachsenenbildung und Mediatorin, Regina Neu, Sozialpädagogin und Mediengestalterin B/T, Jonas Schweitzer-Faust, Regisseur und Schauspieler und Julia von Weiler, Psychologin
Eine Veranstaltung des Innocence in Danger e.V.

13:00 - 13:45 Uhr
Aktiv Lernen statt passiv Konsumieren: Zeitgemäßer technologiegestützter Unterricht
Mobile Endgeräte wie das iPad bieten vielfältige Ansätze, Schülern individuelle Lernerfahrungen zu ermöglichen und so der zunehmenden Heterogenität im Klassenzimmer zu begegnen. Sie ermöglichen den Zugang zu relevanten Inhalten und unterstützen Schüler dabei, sich diese Inhalte selbst zu erschließen und sich aktiv damit auseinanderzusetzen. Nachhaltiges, technologiegestütztes Lernen zeichnet sich nämlich - entgegen vieler Vorurteile - nicht durch passives Konsumieren aus, sondern durch aktives und v.a. kreatives Lernen und Gestalten: Dank der multimedialen Bordmittel von mobilen Endgeräten und der zahlreichen Kreativ-Apps können die Schüler das Gelernte zu digitalen Lernprodukten aufbereiten und anschließend präsentieren oder gar veröffentlichen. Und häufig finden diese Prozesse in Gruppenarbeit statt, wodurch Kreativität und Teamfähigkeit der Schüler - beides Kernkompetenzen zukünftiger Arbeitnehmer - signifikant gefördert werden.
Frajo Ligmann, Koordinator der iPad-Klassen am Gymnasium Würselen, zeigt an praktischen Beispielen, wie sich der Unterricht an seiner Schule seit der Einführung von mobilen Endgeräten verändert hat - und warum seine Schüler trotzdem keine passiven Medienjunkies sind.
Das Gymnasium Würselen wurde 2017 mit dem delina Innovationpreis für digitale Bildung ausgezeichnet. 2018 bekam die Schule als erstes Gymnasium in NRW das Siegel „SmartSchool by bitkom“.
Teilnehmer*innen: Frajo Ligman, Gymnasium Würselen sowie Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Würselen
Eine Veranstaltung des Gymnasiums Würselen

14:30 - 15:15 Uhr
Einblick in „Aletheia“ – ein interaktives Abenteuer zur Entwicklung digitaler Beziehungskompetenz für Kinder der 3./4. Klasse – für Kinder und Erwachsene
In „Aletheia“ müssen Kinder gemeinsam nachdenken und digitale Medien klug und geschickt anwenden.
Geschichte: Im Jahre 2033 werden alle Erwachsenen durch digitale Medien unterjocht. Eltern können sich nicht einmal um die grundlegenden Bedürfnisse ihrer Kinder kümmern. Stattdessen gibt es Apps, die alles übernehmen. Die mutige Nibora Troy (Shary Reeves) hat ein Computerprogramm entwickelt, um die Eltern zu befreien. Dabei ist sie dringend auf die Hilfe der Kinder angewiesen.
In interaktiven Spielen (Mr. Smiley, Freundschaft rockt, Gelogen oder Wahr) behandelt „Aletheia“ Fragen wie: Was sind eigentlich Gefühle und wobei können Gefühle helfen? Wozu braucht man Freundinnen und Freunde und wie erkennt man sie? Woran erkennt man digital, ob etwas gelogen ist oder vielleicht Gefahr droht? Und vor allem, bei wem finden Kinder Hilfe, wenn sie Schwierigkeiten haben?
Die anschließende Nachbesprechung greift die wichtigsten Themen auf.
Teilnehmer*innen: Alexe Limbach, Schauspielerin, Theaterpädagogin und Coach, Julia von Weiler, Psychologin und Karl-Heinz Zmugg, Schauspieler
Eine Veranstaltung des Innocence in Danger e.V.