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01.02.2010
Autostadt-Symposium: "Außerschulische Lernorte - Partner der Schule"

Freitag, 19. März, 10 bis 16 Uhr
Koelnmesse, Congress-Centrum Ost, Offenbachsaal

"Kinder müssen Erfahrungen machen", sagt der Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther, der im Rahmen des Symposiums gemeinsam mit dem Journalisten und Filmemacher Reinhard Kahl und anderen Experten diskutieren wird, wie außerschulische Lernorte hierbei unterstützen können.

Was ist ein außerschulischer Lernort? Und woran erkennt man qualitativ hochwertige Bildungsarbeit an außerschulischen Lernorten?

Die genaue Anzahl außerschulischer Lernorte in Deutschland lässt sich nicht beziffern. Zu vielfältig sind die Angebote, zu groß die Unterschiede in Art und Aufbereitung der Lerninhalte. Verbindliche Qualitätsstandards oder Bewertungskriterien fehlen. Dabei bieten außerschulische Lernorte die Chance, Wissensbereiche interdisziplinär darzustellen und Lernprozesse anwendungsorientiert anzustoßen, so wie es in Schulen nicht in gleichem Maße verwirklicht werden kann.

Das Symposium "Außerschulische Lernorte - Partner der Schule" fragt, welche Rolle außerschulische Lernorte in der Bildungslandschaft der Zukunft spielen werden. Der bekannte Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther führt mit einem Vortrag über die "Bedeutung eigener Erfahrungen für nachhaltige Lernprozesse" in die Thematik ein. Die Entwicklung der letzten Jahre fasst Prof. Dr. Renate Freericks von der Hochschule Bremen zusammen. Am Nachmittag werden in Arbeitsgruppen Best-Practice-Beispiele vorgestellt und Fragen der Vernetzung von schulischer und außerschulischer Bildung diskutiert.


Programm

10.00 Uhr
Begrüßung: Dr. Michael Pries (Leiter der Inszenierten Bildung der Autostadt GmbH)

10.15 Uhr
Grußwort des Didacta-Verbandes: Prof. Dr. Wassilios Fthenakis (Präsident des Didacta Verbandes)

10.30 Uhr
Thematische Einführung: Reinhard Kahl (Journalist und Filmemacher, Hamburg)

11.00 Uhr
"Auswendig gelernt und wieder vergessen oder einmal selbst erlebt und für immer eingeprägt? Die Bedeutung eigener Erfahrungen für nachhaltige Lernprozesse": Prof. Dr. Gerald Hüther (Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Universitäten Göttingen und Mannheim/Heidelberg), Vortrag mit anschließender Fragerunde

12.30 Uhr
"Typologie und Entwicklungsstand außerschulischer Lernorte": Prof. Dr. Renate Freericks (Hochschule Bremen, Institut für Freizeitwissenschaft und Kulturarbeit e.V.)

13.00 Uhr
Lunch

13.30 Uhr
Best-Pratice-Foren:

1) "Kulturelle Bildung an außerschulischen Lernorten"
Leitung: Katja Maschmann und Andrea Schobries (Musiculum, Kiel)

2) "Naturwissenschaftlich-technische Bildung an außerschulischen Lernorten"
mit: Universum Bremen, Klimahaus Bremerhaven, Odysseum Köln 

3) "Spielen bildet: Die Kooperation Jugendfarmen - Offene Ganztagsschulen"
Leitung: Hannelore Ohle-Nieschmidt (Stuttgart) Andrea Steuernagel (Jugendfarm Bonn)

4) Perspektive Bildungspolitik: "Das Thüringer Bildungsmodell - Neue Lernkultur in Kommunen"
Leitung: Bodo Krug (Landeskoordinator des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur)

14:45 Uhr
Perspektive Schulentwicklung

15.30 Uhr
Abschluss und Ausblick: Reinhard Kahl


Das Symposium richtet sich an Lehrer aller Schulformen und Vertreter von außerschulischen Lerorten.

Anmeldung unter didacta@autostadt.de oder Tel. 05361-401412.

Eine Veranstaltung der Autostadt in Wolfsburg in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe außerschulischer Lernorte im Didacta Verband und der Sektion 10 der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft.


Foto: Autostadt