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23.02.2017
didacta 2017: Wegweisend für das Bildungsjahr
Die größte Bildungsfachmesse der Welt, die didacta 2017, ist am 18. Februar sehr erfolgreich zu Ende gegangen. Auf über 75.000 Quadratmetern präsentierten 860 Aussteller aus 47 Ländern die neuesten Trends für Schulen, Hochschulen und außerschulische Bildung. Das umfassende Angebot reichte von klassischen Lehrmitteln über multimedialen Präsentations- und Informationstechnik bis hin zu Einrichtung- und Bildungsstättenausrüstung und Aus- und Weiterbildungsangeboten. Neben Themen wie Strukturwandel und Integration wurden vor allem die neuen Möglichkeiten der Wissens- und Kompetenzvermittlung diskutiert.

Mit über 1.500 gut besuchten Veranstaltungen war die didacta nicht nur Ausstellung, sondern zugleich eine der größten pädagogischen Fortbildungsplattformen. Ihrem Motto "Bildung begegnen" sei die Messe somit vollauf gerecht geworden, freute sich Prof. Dr. mult. Wassilios E. Fthenakis, Präsident des Didacta Verband e.V.. "Praxis, Forschung, Politik und Eltern haben intensiv darüber diskutiert, wie die Herausforderungen im deutschen Bildungssystem gemeistert werden können. Dieser gegenseitige Austausch aller Bildungsverantwortlichen wird uns dem Ziel einer höheren Bildungsgerechtigkeit und -qualität näher bringen." Wilmar Diepgrond, Vorsitzender des Verband Bildungsmedien e.V., lobte die didacta für ihre gut besuchten Veranstaltungen und ein durchgehend hohes Publikumsinteresse als "wegweisend für das Bildungsjahr 2017".

didacta 2017 "im Zeichen des digitalen Wandels"
An den fünf Messetagen verzeichneten die Organisatoren mehr als 85.000 Besucher, deren Hauptinteressen sich vorrangig auf Lehr- und Arbeitsmittel (53%) sowie auf Lernmittel und Schulbücher (47%) richteten. Ein starker Zuwachs konnte im Bereich der digitalen Medien festgestellt werden: Hier stieg die Nachfrage um sieben auf insgesamt 34 Prozent und lag damit im Besucherinteresse noch vor Fachliteratur und Verlagserzeugnissen (31%) und Ausstattung/Einrichtungen (29%). "Die didacta 2017 stand ganz im Zeichen des digitalen Wandels", kommentierte Reinhard Koslitz, Hauptgeschäftsführer Didacta Verband e.V. diesen Trend. "Spannende, innovative Lösungen für den Unterricht prägten das Angebot. Die Bildungswirtschaft ist bereit für die Herausforderungen der Zukunft."

Vor dem Hintergrund des viel beklagten Fachkräftemangels gewinnt die Digitalisierung gerade in der beruflichen Bildung zunehmend an Bedeutung: "Uns als Messeveranstalter ist das Thema besonders wichtig", erklärte der Sprecher der Geschäftsführung und Geschäftsführer der Messe Stuttgart, Ulrich Kromer von Baerle. "Aus vielen Branchen hören wir, dass in diesem Bereich oft akute Engpässe bestehen. Selbst klassische Handwerksberufe sind heute von digitaler Technologie durchdrungen. Wir denken, dass wir dieser Entwicklung mit dem Themenbereich 'Bildung und Technologie' gerecht werden konnten."

Vielfältiges Interesse an Angeboten
Die Rückmeldungen von Ausstellerseite bestätigen dies: "Das Klassenzimmer der Zukunft ist digital - das hat die didacta 2017 eindrucksvoll gezeigt", sagte Dorothee Mohaupt, Product Marketing Manager/Digital Skills bei Google. "Wir waren auf Anhieb begeistert über die große Zahl der Besucher und das vielfältige Interesse an unseren Angeboten für Lehrkräfte und Schüler." Insgesamt zeigten sich die Aussteller sehr zufrieden mit dem Verlauf der didacta 2017: "Die Qualität von Beratung und Kontakten auf der didacta war sehr positiv zu bewerten", meinte Silke Stegner, Geschäftsleitung Marketing, Vertrieb und Produktmanagement von ASS Einrichtungssysteme. "Im Schnitt verweilten die Besucher zwischen 30 und 45 Minuten an unserem Stand - so etwas habe ich noch auf keiner Messe erlebt. Wahnsinn! Wir sind sehr zufrieden." 

Hohe Besucherqualität, wachsende Internationalität
Dieser Erfolg beruhte nicht zuletzt auf einer konstanten Besucherqualität: 16 Prozent waren ausschlaggebend an Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen beteiligt, 37 Prozent mitentscheidend; 23 Prozent hatten beratende Funktionen inne. Abermals stellten Lehrer mit 30 Prozent die größte Besuchergruppe, gefolgt von Erziehern (19%) und Beamten/Angestellten in Bildungsverwaltung oder Lehrerweiterbildung (14%). Die Top 3 der vertretenen Wirtschaftszweige waren das allgemein bildende Schulwesen (40%), Vorschulen/Kindertagesstätten (21%) sowie das berufliche Schulwesen (15%). Leichte Zuwächse gab es in den Bereichen Behörden/öffentliche Einrichtungen, Erwachsenenbildung, Dienstleistung/Schulung/Beratung und Weiterbildung.

Das Einzugsgebiet der didacta blieb weitestgehend gleich: Gut die Hälfte der Besucher stammte aus einem Umkreis bis 100 Kilometer, 46 Prozent nahmen längere Anfahrtswege auf sich. Nach Baden-Württemberg stellte Bayern mit einem auf 14 Prozent leicht gestiegenen Anteil die größte Besuchergruppe vor Hessen, Rheinland-Pfalz und NRW. Daneben wird die didacta immer internationaler: Delegationen aus China, Russland, Italien und Südostasien waren angereist, um sich einen Überblick über das umfassende Angebot zu verschaffen und neue Kontakte zu knüpfen. Ein deutliches Zeichen für die zunehmende Internationalisierung auf dem Bildungsmarkt ist auch der gestiegene Anteil ausländischer Firmen, die 2017 mehr als doppelt so viel Ausstellungsfläche belegten wie noch bei der vorangegangenen Ausgabe der Bildungsmesse.

Starke Marktposition
Im Ganzen kann die didacta ihre starke Positionierung am Markt halten: 61 Prozent der Besucher gaben an, sich nicht auf anderen themenähnlichen Messen zu informieren, gleichbleibende 95 Prozent haben die nächste didacta in Stuttgart bereits eingeplant. Fast alle (99%) würden die didacta weiterempfehlen. Konstant blieben daher auch die guten Noten für die Bildungsmesse, die von den den Besuchern erneut mit einer glatten Zwei (2.0) bewertet wurde.

 

Quelle: Landesmesse Stuttgart