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12.10.2016
Bund setzt starkes Signal zur Digitalisierung der Schulen
Schule und Unterricht brauchen vor allem gute und engagierte Lehrerin­nen und Lehrer sowie gute Unterrichts- und Lernmaterialien. Bei der Um­stellung auf zeitgemäße digitale Medien steht Deutschland im internatio­nalen Vergleich aber nur auf einem Mittelplatz. 

Um hier eine Verbesserung zu erzielen und wieder zur internationalen Spitzengruppe aufzuschließen, müssen neben pädagogischen Weiter­entwicklungen und der breiten Schaffung von qualitativ hochwertigen digitalen Lehr- und Lerninhalten aber auch wesentliche technische Voraussetzungen geschaffen werden. Hierzu zählen etwa ein breitbandiger Internetzu­gang und eine auf die pädagogischen Bedürfnisse der Schulen zuge­schnittene digitale Infrastruktur.

Der Didacta Verband der Bildungswirtschaft begrüßt deshalb sehr, dass Bundesbildungsministerin Johanna Wanka jetzt ein starkes Zeichen gesetzt hat: Die von ihr am 12. Oktober vorgestellte "Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft" sieht vor, über einen Zeitraum von fünf Jahren mit fünf Milliarden Euro die knapp 40 000 Schulen in Deutschland mit digitaler Ausstattung wie Breitbandanbindung, W-LAN und Geräten zu versorgen. Im Gegenzug sollen sich die Länder verpflichten, entsprechende pädagogische Konzepte, die Aus- und Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer sowie gemeinsame technische Standards umzusetzen.

Didacta-Präsident Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis: "Mit der Bildungsoffensive schafft der Bund endlich die Grundlage für eine flächendeckende und leistungsfähige IT-Infrastruktur an deutschen Schulen. Die Digitali­sierung ist auch im Bildungsbereich eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Richtig umgesetzt bietet sie Schülerinnen und Schülern viele Chancen: wesentlich verbesserter Zugriff auf Wissensinhalte, indi­vidualisierte Lernformen, eine größere Unabhängigkeit von Zeit und Ort des Lernens, erweiterte Möglichkeiten der Zusammenarbeit beim Lernen. Digitale Bildung kann Lehr- und Lernprozesse berei­chern und erweitern. Sie muss deshalb integraler Bestandteil unserer Schulbildung werden."

Nach dem starken und konkreten Signal der Bundesbildungsministerin wünscht sich der Didacta Verband jetzt eine enge Kooperation von Bund, Ländern und Kommunen und regt an, die Bildungswirtschaft in die Offensive miteinzubeziehen. Prof. Fthenakis: "Die Investitionen und Aufgaben müssen zwi­schen Bund, Ländern und Kommunen so abgestimmt werden, dass die Schulen wirklich entlastet werden. Nur so erhalten Lehrkräfte den Raum, den sie benötigen, um die pädagogischen Ziele mit Hilfe digitaler Bil­dungsangebote bestmöglich zu erreichen. Denn bei der Bildung gilt auch im digitalen Zeitalter: Der Lernende steht im Mittelpunkt." Die Bildungsoffensive sieht er als Anschub für einen Veränderungsprozess, der zu einer nachhaltigen Weiterentwicklung unserer Bildungsinstitutionen führt.

Dafür müssen allerdings auch unsere Lehrerinnen und Lehrer in die Lage versetzt werden, den Schülerinnen und Schülern die Kompetenzen zu vermitteln, die sie für ein selbstbestimmtes und erfolgreiches Leben in der digitalen Gesellschaft und Arbeitswelt benötigen.

Prof. Fthenakis weist darauf hin, dass in den Arbeitskreisen des Didacta Verbandes schon eine ganze Reihe von Konzepten, konkreten Modellen und Handlungsempfehlungen für die Bildung in der digitalen Welt ent­wickelt wurde, beispielsweise zur Standardisierung der IT-Infrastruktur in Schulen und zur Verknüpfung von regionalen, lokalen und anbieterbezogenen Netzen und Plattformen. Der Didacta Verband ist gerne bereit, diese Arbeit seiner Mitgliedsunternehmen in die Umsetzung der Bildungsoffensive einzu­bringen.

Schon heute gibt es zahlreiche tragfähige Lösungen, die Schulen helfen, ihren Weg in die digitale Welt zu finden. Darüber informieren die Unter­nehmen und Organisationen der Bildungswirtschaft auf der didacta 2017 in Stuttgart. Europas größte Bildungsmesse findet im kommenden Jahr vom 14. bis 18. Februar statt.

Kontakt:
Thorsten Timmerarens
Tel. 06151-3521513
presse@didacta.de