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18.01.2010
Finanzkrise bedroht "Bildung für alle"

Die Weltgemeinschaft droht wegen der Finanzkrise an ihrem Millenniumsziel "Bildung für alle" zu scheitern. "Wir sind dabei, ein wichtiges Versprechen zu brechen", warnte der zuständige UNESCO-Experte Kevin Watkins am 11. Januar mit Blick auf das im Jahr 2000 von mehr als 160 Ländern verabschiedete Bildungsprogramm. Um bis 2015 Grundschulbildung für alle zu ermöglichen, müssten die Regierungen entschlossen handeln.

"Durch das Nachbeben der Finanzkrise besteht die Gefahr, dass die Entwicklung im Bereich der Grundbildung in einigen der ärmsten Länder der Erde zum Stillstand gebracht oder sogar umgekehrt wird", sagte Watkins zur Veröffentlichung eines Fortschrittsberichts, der am 19. Januar in New York an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon übergeben werden soll. Es drohe eine "verlorene Generation" heranzuwachsen, der die Möglichkeit geraubt werde, durch Bildung der Armut zu entkommen.

Das Programm "Bildung für alle" der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (UNESCO) ist eines der größten Bildungsprogramme weltweit. Mehr als 160 Länder hatten sich im Jahr 2000 in Dakar verpflichtet, bis 2015 sechs Bildungsziele zu erreichen. Unter anderem sollen von da an alle Kinder Zugang zu kostenloser Grundschulbildung erhalten und diese auch abschließen. Die Alphabetisierungsrate unter Erwachsenen, besonders unter Frauen, soll bis 2015 um 50  Prozent erhöht werden.


Quelle: dpa
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