Mehr Geld für Bildung - Ziel noch weit
Deutschland ist trotz steigender Ausgaben für Bildung vom selbst gesteckten Ziel bis 2015 noch weit entfernt. Bund, Länder und Gemeinden haben in diesem Jahr für Investitionen in die Bildung 97,9 Milliarden Euro veranschlagt und damit vier Prozent mehr als im Vorjahr geplant war. Der Staat stellt nach dem Zukunftsinvestitionsgesetz von 2009 bis 2011 zudem noch insgesamt 8,7 Milliarden Euro zusätzlich für die Bildung zur Verfügung, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am 9. Dezember mitteilte.
Bund und Länder hatten sich auf dem Bildungsgipfel in Dresden im Oktober 2008 darauf verständigt, die gesamtstaatlichen Aufwendungen für Bildung und Forschung bis 2015 auf zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu steigern. Obwohl das BIP dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr stark zurückgeht und die Bildungsausgaben zulegten, ist das Zehn-Prozent-Ziel nach Einschätzungen der Statistiker noch in weiter Ferne. Endgültige Angaben liegen derzeit nur für das Jahr 2006 vor. Damals investierten Bund, Länder und Gemeinden 89,2 Milliarden Euro in die Bildung.
Zusammen mit dem privaten Sektor und den Ausgaben für Forschung und Wissenschaft wurden 198,5 Milliarden Euro aufgewendet. Das entsprach einem Anteil am BIP von etwa 8,5 Prozent. 2007 waren es nach vorläufigen Berechnungen 203,9 Milliarden Euro und damit ein Anteil von 8,4 Prozent am BIP. Um das Zehn-Prozent-Ziel zu erreichen, müssten die Ausgaben noch in zweistelliger Milliardenhöhe zulegen, erläuterten die Statistiker.
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Quelle: dpa
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