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Wie können wir mit digitalen Technologien besser lernen?
18.01.2016
Wie können wir mit digitalen Technologien besser lernen?

Ein Beitrag von Volker Jürgens, Geschäftsführer AixConcept

Fortbildung ausbauen, Skepsis abbauen: So gelingt die Digitalisierung im Klassenzimmer. Als IT-Dienstleister haben wir bundesweit bereits mehr als 1.400 Schulen zum Thema IT beraten, ausgestattet oder dauerhaft betreut. Unsere Wahrnehmung ist, dass neben einem baulichen Renovierungsstau zusätzlich ein erheblicher Renovierungsstau im IT-Bereich festzumachen ist. Beide Themen sind eng miteinander verknüpft: Nur eine moderne, leistungsfähige und lernfördernde Infrastruktur motiviert Lehrer wie Schüler.

Eine mangelhafte, fehlerhafte, nicht funktionierende technische Ausstattung hingegen lässt die Bereitschaft sinken, sich überhaupt um den Einsatz von IT im Schulalltag zu bemühen. So sollte eine WLAN-Ausstattung alle Bereiche der Schule einbinden, um nur ein Beispiel zu nennen. Zusätzlich müssen Budgets so geschaffen sein, dass eine kontinuierliche Entwicklung einer Schul-IT möglich ist. Damit ist zumindest schon einmal eine Grundvoraussetzung zum Einsatz von IT geschaffen.

Im zweiten Schritt müssen Lehrer wesentlich besser geschult werden. Nur wer IT als hilfreiches Werkzeug begreift, setzt sie im Alltag auch ein. Wir fangen daher bei den grundlegenden Strukturen an. Denn ohne Planung und Beratung läuft erst einmal gar nichts. Das gilt auch für Tablet-Projekte welcher Art auch immer. Wichtig ist, den Bestand mitzunehmen. Das ist in der Regel der klassische Server mit den angeschlossenen Clients in der Schule. Wir arbeiten dann darauf hin, dass neben den mobilen Endgeräten auch Cloudanwendungen eingebunden werden können. Das ist kein Hexenwerk, muss aber aus der Planung heraus so entwickelt werden, damit zur Verfügung stehende Gelder zukunftsfähig eingesetzt werden.

Grundsätzlich gibt es zwei Wege. Entweder stellen die Schulen die Geräte (Tablets etc.) oder die Schüler bringen ihre eigenen mit. Schuleigene Geräte haben den Vorteil, dass man sie zentral managen kann und damit auf einem einheitlichen Stand halten kann (Softwareausstattung, Betriebssystem, ...). Schülereigene Geräte - ein Kollege formulierte das nett mit "Bring your own Desaster" - können in einem WLAN schon ein wenig mehr Probleme bereiten, da wir dort auf unterschiedliche Betriebssysteme treffen mit unterschiedlichsten Releases des jeweiligen Betriebssystems. Zu empfehlen wäre, auf eine möglichst einheitliche Ausstattung zu setzen. Endgeräte mit einem aktuellen MS-Betriebssystem lassen sich sehr gut in die zurzeit vorhandene Schul-IT einbinden. Wir setzen deshalb auf unsere "MNSpro"-Lösung, die auf den Microsoft-Produkten basiert. Dies garantiert die beste Daten- und Betriebssicherheit.

Schon jetzt wird deutlich, und auch schon mit MNSpro umgesetzt, dass zentral gehostete Strukturen bisherige Szenarien mit Servern in der Schule ablösen. Was in Deutschland fehlt, ist der von der Politik versprochene Breitbandausbau. Ob wir im internationalen Vergleich in den nächsten Jahren aufholen, hängt davon ab, ob wir es schaffen, Schule vernünftig auszustatten, Fortbildungen anzubieten und die Skepsis gegenüber IT in der Schule bei den Lehrern abzubauen.

Über den Autor
Volker Jürgens ist Geschäftsführer der AixConcept GmbH, die als Dienstleister seit 13 Jahren die gesamte Schult-IT von mehr als 1400 Schulen steuert und unterstützt. Im Ausschuss Bildung und Technologie des Didacta Verbandes ist er als Vorsitzender tätig.

 

Quelle: AixConcept