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09.01.2012
Weniger Schulen in Hessen mit G8

Die Schulreform G8 mit verkürztem gymnasialen Bildungsgang findet bei Schulen und Eltern in Hessen immer weniger Anklang. Seit dem Schuljahr 2008/2009 hat knapp die Hälfte der kooperativen Gesamtschulen in Hessen wieder auf das neunjährige Abitur umgestellt.

Das geht aus der Antwort von Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) von Ende Dezember auf eine kleine Anfrage der SPD-Fraktion im Wiesbadener Landtag hervor. Entsprechend gesunken sind die Anmeldezahlen für Schulen mit achtjährigem Abitur. Im Schuljahr 2007/08 lagen noch gut 27 000 Anmeldungen für Schulen mit G8 vor; für das Jahr 2010/11 waren es nur noch knapp 23 000. Die Anmeldungen an Gesamtschulen mit G9 sind über die Jahre hingegen deutlich gestiegen. Im laufenden Schuljahr gibt es in Hessen 116 kooperative und 91 integrierte Gesamtschulen in staatlicher Trägerschaft. Die SPD fordert seit längerem eine Rücknahme der G8-Reform. Die CDU/FDP-Koalition will aber daran festhalten.

Weitere Informationen:
Kleine Anfrage der SPD-Fraktion

 

Quelle: dpa-Dossier Bildung Forschung Nr. 2/2012